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Spenden-Kontonummer: 107.409, BLZ 33065

Rock4Peace 2011 unterstützt unter
anderem folgende Projekte


Unterstützung für Asylwerber/innen

Asylwerber/innen bekommen im Rahmen der Grundversorgung ein Taschengeld und Verpflegung oder Essensgeld. Für Fahrkarten bei Behörden- oder Arztwegen, Medikamente, Schulsachen für Kinder oder Deutschkurse reicht das Taschengeld nicht. 296 Asylwerber/innen in Grundversorgung leben im mittleren und Nordburgenland. Sie werden im Rahmen der mobilen sozialen Beratung von Mitarbeiter/innen der Caritas der Diözese Eisenstadt betreut. Mit den Spenden von Rock4Peace 2010 wollen wir die Arbeit der Caritas mit Asylwerber/innen unterstützen. Dank der Spenden im Vorjahr konnten Deutschkurse für Asylwerber/innen organisiert werden.


Instituto Mayor Campesino in Kolumbien
In Kolumbien sterben jährlich 30.000 Menschen durch bürgerkriegsähnliche Konflikte. 1, 5 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Großgrundbesitzer und internationale Konzerne eignen sich fruchtbares Land an, bauen die Bodenschätze ab und schlagen daraus Profit. Kleinbauernfamilien und Indios werden skrupellos aus dem Weg geräumt, werden vertrieben, misshandelt oder ermordet. Das IMCA (Instituto Mayor Campesino) stellt sich dagegen unterstützt die Campesinos und Indios in folgenden Punkten: Recht auf Land. Selbstversorgung durch nachhaltige, biologische Landwirtschaft. Kleinkredite um die Kleintierzucht oder der Betrieb einer gemeinschaftlichen Zuckerrohrpresse zu ermöglichen. Traditionelle Heilmethoden als Ersatz für teure Medikamente.


Instituto Mayor Campesino in Kolumbien

Was geschah in den letzten Jahren mit dem gespendeten Geld?
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Rock4Peace 2010 fördert Projekte zur Einhaltung der Menschenrechte

Ende von Folter und Menschenrechtsverletzungen auf den Philippinen
Wir unterstützen dabei die Medical Action Group in Manila. Deren oberstes Ziel ist das Ende von Folter und Menschenrechtsverletzungen. Neben direkten Serviceleistungen, wie psychologische und medizinische Betreuung der Opfer, steht die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen im Zentrum der Arbeit. Durch Kampagnen soll die philippinische Regierung zur besseren Umsetzung der Antifolterkonvention aufgefordert und die Bevölkerung informiert werden. Zu den angeprangerten Zuständen gehören unter anderem: Folter in Polizei und Militär, unaufgeklärte Morde an und Verschwinden von sozialen Aktivist/innen bei gleichzeitiger Straflosigkeit der Täter/innen, sowie Probleme im Strafvollzug (z.B. keine Chance auf Anwalt, keine Gesundheitsversorgung, mangelnder Schutz vor sexuellen Übergriffen)

Unterstützung für Asylwerber/innen
Asylwerber/innen bekommen im Rahmen der Grundversorgung ein Taschengeld und Verpflegung oder Essensgeld. Für Fahrkarten bei Behörden- oder Arztwegen, Medikamente, Schulsachen für Kinder oder Deutschkurse reicht das Taschengeld nicht. 296 Asylwerber/innen in Grundversorgung leben im mittleren und Nordburgenland. Sie werden im Rahmen der mobilen sozialen Beratung von Mitarbeiter/innen der Caritas der Diözese Eisenstadt betreut.  
Mit den Spenden von Rock4Peace 2010 wollen wir die Arbeit der Caritas mit Asylwerber/innen unterstützen. Dank der Spenden im Vorjahr konnten Deutschkurse für Asylwerber/innen organisiert werden.




Rock4Peace 2008 unterstützt folgende Projekte
Brasilien: Frieden für Opfer von Drogenkriegen
Die Situation in den Favelas (Slums) von Rio gleicht der eines Bürgerkriegs. Vor allem Kinder, Jugendliche und Frauen leiden unter der permanenten Gewalt, den unverarbeiteten Traumen, dem Teufelskreis der Abhängigkeit von der Drogenmafia. Die Perspektiven auszusteigen sind ohne Unterstützung von außen kaum gegeben. Viele geraten in die Kämpfe der Drogenringe, werden von Lynch-Kommandos und Killern aufgegriffen und an einem verlassenen Ort vergewaltigt, gefoltert und ermordet. Ohne gute Schul- und Berufsausbildung ist die Gefahr für junge Menschen groß, selbst in kriminelle Banden tätig zu werden. Durch gezielte Bildungsmaßnahmen kann die Situation von Jugendlichen und Frauen verbessert werden. (ein Projekt der Dreikönigsaktion – www.dka.at)

Unterstützung für AsylwerberInnen im Bezirk Oberpullendorf
Asylwerber/innen bekommen im Rahmen der Grundversorgung ein Taschengeld und Verpflegung oder Essensgeld. Für Fahrkarten bei Behörden- oder Arztwegen, Medikamente, Schulsachen für Kinder oder Deutschkurse reicht das Taschengeld nicht. Im Bezirk Oberpullendorf leben ca.200 Flüchtlinge. Sie werden von Mitarbeiter/innen der Caritas Eisenstadt betreut und unterstützt. Ihnen soll mit dem Spendengeld geholfen werden.


Der Reinerlös von Rock4Peace 07 ging an:

Burkina Faso: Gegen weibliche Genitalverstümmelung

Die weibliche Genitalverstümmelung ist in Burkina Faso weit verbreitet (laut Daten aus 2006 sind fast 78% der 15-49-jährigen burkinischen Frauen genitalverstümmelt). Im Dezember 2007 beginnt eine Sensibilisierungskampagne (mithilfe von Filmen und Theateraufführungen) in den rund 60 Dörfern der Provinz Bam. (Ein Projekt der NGO "Song-manegre".)
Links zu VideoClips, à rund 3 Minuten mit einem relativ bekannten Sänger aus Burkina gedreht:
http://video.google.de/videoplay?docid=3358455343183181008&hl=de
http://video.google.de/videoplay?docid=7867918371549071857&hl=de
http://video.google.de/videoplay?docid=-5970131581164272866&hl=de

Was ist weibliche Genitalverstümmelung?


Uganda: Frieden für Kindersoldaten

Seit 20 Jahren herrscht im Norden von Uganda Bürgerkrieg. Zehntausende Kinder wurden verschleppt, als Soldaten und Sexsklavinnen eingesetzt. Die Kinder leiden an den Folgen der traumatischen Kriegserlebnisse, aber auch an Armut, sowie Nahrungs- und Wassermangel. Soziale Integration, psychosoziale Hilfestellungen, Schul- und Berufsausbildung, sowie friedliche Konfliktlösungen sind notwendig.
(Ein Projekt der Dreikönigsaktion – www.dka.at)


Kenia: Soforthilfe für Seminomaden

In von Action African Help International betreuten Gemeinschaften in Kenia bekommen Seminomaden (Masaai) die Möglichkeit Hilfe zur Selbsthilfe wahrzunehmen. Z.B. Bau von separaten Wasserstellen für Tier und Mensch, Hygiene, Erziehung. Zukunftsperspektiven werden in dem touristisch ausgebeuteten Gebiet gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet. (www.actionafricahelp.org)
http://www.actionafricahelp.org/


Unterstützung für Asylwerber/innen im Bezirk Oberpullendorf
Zuschüsse für Deutschkurse, Medikamente oder Fahrtkosten bei Arztbesuch

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Der Reinerlös von
Rock4Peace 06 ging an:

Frieden durch Bildung in Somalia
Unruhen und Krieg gehören zum Alltag in Somalia. Durch die Herstellung und Nützung von solar-betriebenen Kocher soll Erleichterung verschafft werden. Frauen ersparen sich die mühsame Suche nach Holz, kaum noch vorhandenen Bäume werden verschont und der Kampf um natürliche Ressourcen wird verringert.

Hilfe für Flüchtlinge aus dem Kongo und dem Süd-Sudan
In von AAH-I (www.actionafrichelp.org) betreuten Flüchtlingslagern in Uganda bekommen die Heimatlosen die Möglichkeit Hilfe zur Selbsthilfe wahrzunehmen. Der graue Alltag wird mit Beschäftigungen zum Erhalt des Lebens (Ackerbau, Hygiene..) durchbrochen und Zukunftsperspektiven (Rückkehr) werden erarbeitet.

Lösung von Konflikten durch die Theatergruppe "Armani People Theatre" in Kenia
Probleme werden gemeinsam erörtert, besprochen und bewältigt. Diese Art der Konfliktbewältigung ist höchst erfolgreich und wird von der afrikanischen Bevölkerung gerne angenommen.(ein Projekt der Dreikönigsaktion – www.dka.at)

Unterstützung für AsylwerberInnen im Bezirk Oberpullendorf

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Der Reinerlös von Rock4Peace 05 ging an:

Menschen aus dem Sudan:
Dieses Jahr werden besonders Menschen aus dem Sudan unterstützt. Der jahrzehnte dauernde Bürgerkrieg in einem der ärmsten Länder der Erde hat den BewohnerInnen Elend und Not beschert. 2 Mio. Menschen sind gestorben und 4 Mio. Menschen verloren ihr Zuhause. Hinzu kommen noch Dürre, Ernteausfälle und damit verbunden Hunger und Krankheiten. Die vom Bürgerkrieg zerstörten Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen müssen aufgebaut werden. Hilfe zum Überleben, zum Neuanfang und zu einer erfolgreichen Konflikts- und Friedenserziehung sind notwendig.
African Help International (NGO)
Die Schwerpunkte der Arbeit dieser Organisation sind Gesundheitsprogramme, Bildungsarbeit, Aufbau von Zivilgesellschaft und Friedenserziehung, Flüchtlingshilfe, Arbeit mit RückkehrerInnen und Integration von zurückgekehrten Flüchtlingen.
Heim für sudanesische Flüchtlingskinder
In Tuja bei Nairobi (Kenia) werden Flüchtlingskinder aus dem Sudan im Heim der österreichischen Dominikanerschwester A. Luisa Radlmeier betreut. Viele Kinder kamen als unbegleitete Flüchtlinge, die ihre Eltern im Krieg oder auf der Flucht verloren haben oder kämpften bereits selbst als KindersoldatInnen. Mit Euro 25,- kann ein Kind ein Monat lang betreut werden, bekommt eine fundierte Ausbildung und die Chance auf eine bessere Zukunft.

Unterstützung für Asylwerber/innen im Bezirk Oberpullendorf (Soforthilfe, Deutschkurse und integrative Projekte des Flüchtlingswerk "Tobias" der Salesianer Don Boscos)

Soforthilfe für die Opfer des Erdbebens in Pakistan
Die Situation bleibt nach dem Erdbeben am 8.Okt. 05 nach wie vor angespannt. Die Betroffenen müssen dringend versorgt werden, da sonst Tausende an Hunger, Unterkühlung und Krankheiten zu sterben drohen.

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Der Reinerlös von Rock4Peace 04 ging an:

Frieden für Kindersoldaten
Die Zahl der Kindersoldaten wird weltweit auf 300.000 geschätzt. Minderjährige werden sowohl von regulären Armeen wie auch von Rebellengruppen rekrutiert. Rock4Peace unterstützt dieses Jahr besonders ein Projekt in Monrovia, der Hauptstadt Liberias. Die Salesianer Don Bosco bieten Hunderten Kindern und Jugendlichen, die von Kriegshandlungen traumatisiert sind oder als Kindersoldaten am Krieg teilnehmen mussten, Betreuungseinrichtungen, Bildungsangebote und Berufsausbildungsprogramme.

Projektinformation im Detail Friede für Kindersoldaten
Frieden für die Kinder des Krieges Projektort: Monrovia (Liberia) Projektkurzinfo: Seit über 20 Jahren widmen sich die Salesianer Don Boscos Straßenkindern und benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Monrovia, der Hauptstadt Liberias. Sie bieten ihnen Betreuungseinrichtungen, Bildungsangebote und Berufsausbildungsprogramme. Im Krieg wurden alle diese Einrichtungen schwer beschädigt. In zahlreichen "Night Shelters" - Notunterkünften für Straßenkinder- wurden Hunderte verwaiste Kinder und Jugendliche aufgenommen.
Viele von ihnen sind von den Kriegshandlungen traumatisiert einige mussten als Kindersoldaten am Krieg teilnehmen. Die Salesianer Don Boscos widmen sich diesen Kindern mit einer speziellen Betreuung. Die Arbeit und Angebote der Salesianer sollen, der durch den Krieg besonders betroffenen Jugend von Liberia, helfen trotz der Umstände zu verantwortungsvollen Menschen heranzuwachsen und so zum Wiederaufbau von Land und Gesellschaft beitragen.
St. Veit Gasse 25 / 1130 Wien
Tel.: 01/878 39 531
www.jugendeinewelt.at


Selbsthilfeprojekt für Dalits, Frauen und Kinder in Tamil Nadu (Indien)

Hilfe für Schüler/innen im Mosambik

Hilfe für Asylwerber/innen im Bezirk Oberpullendorf

Alphabetisierung für Frauen in einem Flüchtlingscamp in Algerien

Gewaltpräventive Projekte an Schulen (Friedensuni Schlaining)

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Der Reinerlös von Rock4Peace 03
ging an:


ORGANIZACION FEMENINA POPULAR - OFP
in Kolumbien
eine basisorganisation für frauen in der stadt Barrancabermeja in kolumbien, die ähnlich einer frauenberatungsstelle arbeiten mit ausbildungsprogrammen, gesundheitsförderung, schutzräumen für frauen (=frauenhäuser).
diese organisation wird seit jahren von der österr. frauensolidarität unterstützt (www.frauensolidaritaet.org), auch die dreikönigsaktion und ai haben diese frauen schon unterstützt.
die OFP war schon immer besonders von willkür und gewalt durch die kolumbianischen militärs bedroht, auch mittels morddrohungen und brandschatzung.
die organisation ist nur auf spenden (vor allem aus dem ausland) angewiesen.

vor wenigen tagen nun wurde eine mitarbeiterin ermordet. (artikel steht unten)

 

Schulprojekt im Sudan
(Details stehen unten)
Workshops zum Thema Toleranz, interkulturelles Zusammensein in Horitschoner Hauptschulen in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Menschenrechtsbildung
Soforthilfe für Flüchtlinge im Bezirk

Spenden-Kontonummer: 107.409, BLZ 33065


Organización Femenina Popular
in Kolumbien:
Mitarbeiterin von Frauenorganisation ermordet
Wien, am 17. Oktober 2003

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe RedaktionskollegInnen:
Mit tiefer Bestürzung müssen wir mitteilen, dass gestern in Barrancabermeja in Kolumbien eine Mitarbeiterin der Frauenorganisation "Organización Femenina Popular" (OFP) aus ihrem Haus von einem paramilitärischen Kommando entführt und kurz darauf ermordet wurde.
Die OFP ist eine der national und international angesehensten Frauen- und Nichtregierungsorganisationen Kolumbiens. Ihre Mitarbeiterinnen stehen schon seit langem auf der Abschussliste der Paramilitärs und erhalten immer wieder Todesdrohungen. Die internationale Menschenrechtsorganisation Peace Brigades bietet den OFP-Aktivistinnen schon seit Jahren persönlichen Begleitschutz. Barrancabermeja am Magdalena-Fluss ist das Zentrum der kolumbianischen Erdölindustrie.
Die Stadt wird schon seit Jahren von paramilitärischen Einheiten kontrolliert, ohne dass die Behörden und Sicherheitskräfte je dagegen eingeschritten wären. Allein im heurigen Jahr wurden 94 Menschen ermordet und 56 entführt, wobei die Täterschaft in den meisten Fällen bei den Paramilitärs liegt. Die in der AUC (Vereinigte Selbstverteidigungs-Gruppen Kolumbiens) zusammengeschlossenen paramilitärischen Einheiten, deren Stärke auf mindestens 10.000 Bewaffnete geschätzt wird, wurden mit Unterstützung der Armee zur Guerilla-Bekämpfung gegründet und bekämpfen seit Jahren vermeintliche SympathisantInnen der Guerilla und AktivistInnen von gewerkschaftlichen, bäuerlichen, sozialen und Menschenrechts-Bewegungen. Sie sind verantwortlich für den Großteil der ca. 3000 politischen Mordfälle jährlich.
Die 40-jährige Esperanza Amarís Miranda, Mitarbeiterin der OFP seit dem Vorjahr, wurde am 16. Oktober gegen 19.30 von drei bewaffneten Paramilitärs von zuhause abgeholt und in ein Auto gezwängt. Ihre 21-jährige Tochter wollte die Entführung verhindern, klammerte sich am Auto fest und wurde 200 m mitgeschleift. Fünf Minuten später wurde der leblose Körper von Esperanza Amarís Miranda vor einer Schule auf der Straße aufgefunden.
Kolumbiens Staatspräsident Uribe Vélez hat im vergangenen Monat die im sozialen und menschenrechtlichen Bereich tätigen kolumbianischen Nichtregierungsorganisationen öffentlich angegriffen und angeklagt, mit ihrer Arbeit "politische Ziele" zu verfolgen. Was im Klartext bedeutet, sie zumindest der Parteilichkeit für die Guerilla und regierungskritische Gruppen anzuklagen.
Die UNO, Amnesty International und andere internationale Menschenrechtsorganisationen haben daraufhin die Befürchtung geäußert, der Präsident setze mit dieser Anklage MitarbeiterInnen von NGOs verstärkt Gefahren aus. Leider zurecht, wie die Ermordung der OFP-Mitarbeiterin in Barrancabermeja zeigt.
Helga Neumayer Werner Hörtner Verein Frauensolidarität Informationsgruppe Lateinamerika
Nähere Informationen: h.neumayer@frauensolidaritaet.org werner.hoertner@oneworld.at

Projekt Sudan

Hintergrundinformation Sudan:Seit 1997 spitzt sich die Lage im Süden das Sudan zu. Der Bürgerkrieg in diesem Land wurde durch die Entdeckung des Erdöls von einer religiösen Auseinandersetzung auch zu einem Konflikt um wirtschaftliche Ressourcen, vor allem auf Kosten der lokalen Zivilbevölkerung. Immer häufiger werdende Berichte über Menschenrechtsverletzungen, auch im Konzessionsgebiet der Österreichischen OMV, machten viele österreichische Organisationen auf den Sudan aufmerksam, sofern sie sich nicht schon mit dem Land beschäftigten. Um die gemeisamen Interessen und Anliegen besser durchsetzen zu können, entschloß man sich schließlich Anfang 2002 die Sudan Plattform Austria ins Leben zu rufen. In der Sudan Plattform Austria arbeiten Österreichische Menschenrechtsorganisationen und Entwicklungspolitische Organisationen eng zusammen.
Als Teil des Europäischen Netzwerkes ECOS (European Coalition on Oil in Sudan) bemühen sich die österreichischen NGOs in erster Linie um eine Verbesserung der Situation der lokalen Zivilbevölkerung vor Ort. Es finden regelmäßig Treffen auf Europäischer Ebene statt, wie zuletzt Anfang Mai 2002 in Wien, darüber hinaus bestehen auch Kontakte zu Kanadischen NGOs.mehr infos: www.8tung.at/sudanplattformaustriaProjektbeschreibung:
Der Südsudan steht vor seiner größten Herausforderung der letzten 20 Jahre. Es gibt konkrete Anzeichen, dass der laufende Bürgerkrieg in den nächsten Monaten zumindest in einem Waffenstillstand enden wird. In etwa 6 Jahren soll eine Referendum über die Selbstbestimmung des Südsudan durchgeführt werden. Bis dahin müssen möglichst viele Kinder und Jugendliche, die dann zur Entscheidung aufgerufen sind, soweit ausgebildet werden, dass sie in der Lage sind an der Abstimmung teilzunehmen. Gemeinsam mit der Kirche bemüht sich die Befreiungsbewegung (SPLA) den Grundschulbereich wieder aufzubauen. In fast allen Gemeinden sind mit aktiver Mithilfe Grundschulen aufgebaut worden. Viele der Klassenzimmer sind behelfsmäßige Hütten, die für den Unterricht nicht wirklich geeignet sind. Die Diözese hat in 30 Gemeinden mit ihrer Arbeit bereits begonnen und benötigt dringend Unterstützung für den Ausbau der Schulen an denen derzeit fast 12.000 Schüler unterrichtet werden.Die Diözese hat ein Modell eines Gebäude ausgearbeitet, das drei Klassenzimmer beinhaltet. Die Gebäude bestehen aus einem Gerüst aus Eisenformrohren, die vorgefertigt bereits mit den entsprechenden Elementen für Fenster und Türen ausgestattet sind. Die Zwischenräume und das Dach können je nach vorhandenen Materialien, entweder mit Grasmatten oder Ziegeln ausgefüllt werden und/oder nach einiger Zeit ergänzt oder ausgetauscht werden. Diese Bauweise ermöglicht die Anpassung an die jeweiligen Möglichkeiten der Gemeinde und bedarf nur der Investitionskosten von rund EUR 6.300,- für ein 12 mal 6 Meter großes Gebäude. Rund 36% der Kosten gehen dabei für den Transport des Gerüstes aus dem rund 2.500 km entfernten Nairobi auf, denn im Sudan gibt es keine Möglichkeiten zu Produktion dafür.Ein Projekt der Dreikönigsaktion
"Partner unter gutem Stern"
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OMV verkauft Anteile im Sudan und entzieht sich so der Verantwortung
Die Sudan Plattform Austria kritisiert den Rückzug der OMV AG aus dem Sudan und weist auf die Kehrseite des für die OMV profitablen Geschäfts hin. "Das Erdöl ist zur Hauptursache dieses Krieges geworden. Dieses Öl, von dem andere profitieren, kostet unser Blut." (Cesare Mazzolari, Bischof von Rumbek in "Kreuz & Quer", ORF2, 2.September 2003)
In früheren Veröffentlichungen hatte die OMV noch bekräftigt, dass "die Anwesenheit westlicher Firmen die humanitäre Situation im Sudan nachhaltig positiv beeinflussen kann" und dass "ein Rückzug dieser Firmen nichts verändern würde, sondern Akteuren aus Staaten das Feld überlassen würde, die sehr wenig Interesse an Menschenrechten haben". Jetzt stellt die OMV das Streben nach Profit offenbar über diese früheren Ideale, wenn sie in ihrer Presseaussendung vom 2.9.2003 von "einem guten Preis für unsere Beteiligungen" spricht. "Wo bleibt da die ethisch-soziale Verantwortung, welche die OMV in ihrem Code of Conduct niedergeschrieben hat", fragt sich Philipp-Stephan Schneider, Koordinator der Sudan Plattform Austria.
Allein während des Jahres 2002 wurden in der Region Western Upper Nile, in welcher sich auch die bisherigen Ölfelder der OMV befinden, über 500.000 Menschen aus ihrem ursprünglichen Lebensraum vertrieben. Eine Reihe von Berichten von Menschenrechtsorganisationen stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Engagement von Ölkonzernen im Sudan, und der Verlagerung des Bürgerkrieges in die unmittelbare Umgebung der Konzessionsgebiete und die damit einhergehende Vertreibung von Menschen her. Auch Gerhart Baum, ehemaliger UNHCR-Special Rapporteur für den Sudan, stellte im April 2000 bei der 56.Sitzung der UNHCR-Kommission fest: "Oil exploitation has resulted in the exacerbation of the war."
Philip-Stephan Schneider, spricht sich dafür aus, einen Teil des durch den Verkauf der Sudan-Anteile erzielten Gewinns (rund 70Mio US$), als Kompensationszahlungen für die sudanesischen Binnenflüchtlinge zu verwenden. Dies könnte in Form einer finanziellen Soforthilfe für das World Food Programme der UNO, oder nach dem Abschluss eines Friedensakommens in Form einer Unterstützung für die zahlreichen durch die Kampfhandlung vertriebenen Menschen geschehen.
In den Augen der Mitgliedsorganisationen der Sudan Plattform Austria reicht es nicht aus, wie im Falle der OMV zu behaupten, man habe humanitäre Hilfe vor Ort geleistet.
Wenn diese humanitären Projekte weder entsprechend der Standards der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit projektiert, noch durch ein unabhängiges Monitoring überprüfbar gemacht wurden, stellt sich die Frage, ob diese Projekte wirklich den Vertriebenen im Sudan zugute gekommen sind.
Die Sudan Plattform Austria wird auch nach dem Rückzug der OMV weiterhin die Lage im Sudan beobachten und die Aktivitäten der im Sudan tätigen Unternehmen kritisch beleuchten.
Seit dem Wiederaufflammen des Bürgerkrieges im Sudan im Jahr 1983 wurden über 2Mio Menschen getötet und mehr als 5Mio Menschen vertrieben. Die OMV Aktiengesellschaft war seit 1997 im Sudan aktiv, nachdem sich die Berichte über Menschenrechtsverletzungen in und um die Konzessionsgebiete der OMV taten sich mehrere österreichische Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen zur Sudan Plattform Austria zusammen um von der OMV ein verantwortungsbewusstes Handeln im Sudan einzufordern. "Der Rückzug der OMV, jetzt kurz vor einen Friedensabkommen, während inmitten des Bürgerkrieges die Suche nach Öl vorangetrieben wurde, trägt nicht zur Glaubwürdigkeit der OMV bei, sich als Unternehmen mit sozialer Verantwortung zu positionieren," ist Philipp-Stephan Schneider überzeugt.Hintergrundinformationen unter:
http://www.8ung.at/sudanplattformaustria/

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