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Benefizfestival für Menschen aus Kriegsgebieten

Horitschon
Sa.16.12.06

Jugend Eine Welt Projektinformationen:
Friede für die Kinder des Krieges
Betreuung von ehemaligen Kindersoldaten und von durch den Krieg
traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Liberia
Projekttitel: Unterstützung der Betreuungs- und Bildungsangebote der Salesianer Don
Boscos für durch den Krieg traumatisierte Kinder und Jugendliche und ehemalige Kindersoldaten
Projektort: Monrovia (Liberia)
Projektverantwortlicher: P. Harry O'Brien SDB

Projektkurzinfo:
Seit über 20 Jahren widmen sich die Salesianer Don Boscos Straßenkindern und
benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Monrovia, der Hauptstadt Liberias. Sie bieten
ihnen Betreuungseinrichtungen, Bildungsangebote und Berufsausbildungsprogramme. Im
Krieg wurden alle diese Einrichtungen schwer beschädigt. In zahlreichen „Night Shelters“ –
Notunterkünften für Straßenkinder- wurden Hunderte verwaiste Kinder und Jugendliche
aufgenommen. Viele von ihnen sind von den Kriegshandlungen traumatisiert einige mussten
als Kindersoldaten am Krieg teilnehmen. Die Salesianer Don Boscos widmen sich diesen
Kindern mit einer speziellen Betreuung. Die Arbeit und Angebote der Salesianer sollen, der
durch den Krieg besonders betroffenen Jugend von Liberia, helfen trotz der Umstände zu
verantwortungsvollen Menschen heranzuwachsen und so zum Wiederaufbau von Land und
Gesellschaft beitragen. Dazu bitten sie um unsere finanzielle Unterstützung.

Hintergrund Liberia:
Liberia liegt an der Westküste Afrikas. Etwa 3,3 Millionen
Einwohner leben in diesem Land, das ungefähr eineinhalbmal
so groß ist wie Österreich.
Ein furchtbarer Bürgerkrieg herrschte von 1989 bis 1997
und brach 2002 erneut aus. Das Land ist vom Krieg stark
zerstört. Die Folgen dieses grausamen Bürgerkrieges sind
verheerend: Millionen von Flüchtlingen, Kindersoldaten
und eine katastrophale Menschenrechtssituation. Laut
Schätzungen waren 4.500 Kinder selbst aktiv an
kriegerischen Handlungen beteiligt und 10.000 Kinder
wurden im Krieg von ihren Eltern getrennt.

Projektdetails:
Der Bürgerkrieg und seine Folgen

In den Tagen des Bürgerkrieges haben die Salesianer Don Boscos Überlebenshilfe für die
Bevölkerung geleistet. Nun sind sie für den Wiederaufbau gefordert.
In den Don Bosco Jugendzentren der Hauptstadt Monrovia fanden während der Kämpfe im
heurigen Sommer mehr als 1.000 Menschen Aufnahme, die durch den Krieg alles verloren
hatten. Das Don Bosco Berufsbildungszentrum „Polytechnic“ in Monrovia hat vor dem Krieg
Lehrer, Verwaltungsfachleute, Architekten und Ingenieure ausgebildet. Es wurde im August
2003 fast vollständig geplündert. Alles was sich irgendwie verkaufen ließ, wurde gestohlen.
Die meisten Schäden verursachten Regierungssoldaten, denen die Bezahlung vorenthalten
wurde. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Diebstähle. Das Zentrum führte mit Hilfe
eines eigenen Generators Computerkurse durch, selbst als die Energieversorgung in Monrovia
längst zusammengebrochen war. Jetzt aber sind alle Computer gestohlen und der Generator so
zerstört, dass er nicht mehr zu reparieren ist.

Brennpunkt Kindersoldaten
Nach Schätzungen von UNO-Experten wurden seit 1970 mehrere zehntausend Kinder als
Soldaten missbraucht. Das internationale Recht verbietet zwar den Einsatz von Kindern unter
15 Jahren in bewaffneten Konflikten, doch immer mehr Regierungen und Widerstandsbewegungen
in den armen Ländern der Welt setzen Kinder als Soldaten ein.
Die Folgen von Ängsten, erlittenen Misshandlungen sowie der Verlust von Heimat und Eltern
führen überall auf der Welt zu ähnlichen Symptomen: Alpträume, Ängste, Depressionen,
Schuldgefühle, Aggressivität, chronische körperliche Leiden. Ihr Vertrauen in die
Erwachsenenwelt haben diese Kinder verloren.
P. Harry O´Brien, der Leiter der Salesianereinrichtungen: „Was soll aus den zehntausenden
Kindersoldaten werden, die von allen Kriegsparteien rekrutiert wurden und unter Drogen die
unglaublichsten Grausamkeiten ausgeführt haben. Das ist eine verlorene Generation, um die
wir uns kümmern müssen!“

Hoffnung durch Betreuungsangebote
Durch die Kriegshandlungen, gewalttätige Eltern oder den Verlust der Eltern wurden viele
Kinder auf die Straße „getrieben“. In den „Don Bosco Shelters“ finden diese Kinder Schutz
bis sie wieder in ihren Familien integriert werden können.
In Monrovia betreuen die Salesianer Don Boscos insgesamt 900 durch den Krieg schwer
getroffene Kinder. Viele dieser waren als ehemalige Kindersoldaten selbst an kriegerischen
Handlungen beteiligt, verloren ihre Familie, wurden zur Prostitution gezwungen oder leben
auf der Straße.
Um am Wiederaufbau der Gesellschaft mitzuwirken bieten die Salesianer diesen und auch
weiteren Kindern und Jugendlichen die Basis für eine bessere Zukunft: Eine gute Ausbildung.
In einem Berufsausbildungszentrum erhalten 235 Burschen eine Ausbildung als Tischler,
Mechaniker, Maurer und Installateur. Ein weiteres Zentrum bietet Mädchen und jungen
Frauen am Rande der Gesellschaft die Möglichkeit einer Ausbildung zur Schneiderin,
Friseurin oder Bäckerin. Insgesamt sollen in den nächsten 3 Jahren 600 junge Mädchen
ausgebildet werden. und sich dabei auch mit lebenswichtigen Themen wie Gesundheit und
AIDS auseinandersetzen.
Der verantwortliche Salesianerpater Harry O'Brien ist davon überzeugt, dass so der jungen
und traumatisierten Bevölkerung von Monrovia geholfen werden kann und so auch ein
wichtiger Beitrag zur Friedenssicherung geleistet wird.

So können Sie helfen:
Die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen unsere Hilfe
für den Wiederaufbau ihrer Aktivitäten für eine bessere Zukunft der durch den Krieg schwer
traumatisierten jungen Generation.
Um ihre Betreuungseinrichtungen und Bildungsangebote wieder aufzubauen, sind die
Salesianer auf finanzielle Unterstützung aus dem Ausland angewiesen.
Jeder Euro ist wichtig um den tausenden Kindersoldaten und traumatisierten Kindern von
Liberia bei der Bewältigung ihres Schicksals zu helfen und ihnen durch Bildung eine bessere
und sorgenfreiere Zukunft zu ermöglichen.
Bitte helfen Sie uns dabei!
Bankverbindung: Jugend Eine Welt – Internationale Jugendhilfe
PSK 92 083 767 / BLZ 60 000
Kennwort: Kindersoldaten Liberia
Weitere Infos bei: Jugend Eine Welt
Projekt – Service
Erwin Hinterholzer
01/878 39 519
projektservice@jugendeinewelt.at
www.jugendeinewelt.at

Carvin, ein ehemaliger Kindersoldat, hat es geschafft!
Sie werden als Waffen benutzt, zur Spionage eingesetzt oder gezwungen, sich selbst bei
Selbstmordanschlägen zu töten: die kriegerische Gewalt gegen Kinder hat weltweit 300.000
Burschen und Mädchen die Kindheit geraubt. Wie wir ehemaligen Kindersoldaten helfen
können, zeigen die Salesianer und JUGEND EINE WELT in Liberia/Afrika.
„Krieg ist weglaufen und immer Angst haben“, sagen Kinder in Liberia. Viel zu viele Kinder
in Liberia haben nie Frieden erlebt. Und obwohl der Bürgerkrieg offiziell beendet ist,
schweigen die Waffen nicht. Noch immer kämpfen Menschen verschiedener Gruppierungen
gegeneinander, manchmal sogar Kinder gegen Kinder. Moderne Waffentechnik ermöglicht
den Bau von einfach zu bedienenden leichtgewichtigen Kleinwaffen – die Waffen sind
„kinderleicht“ geworden.
Wie kommt es zu diesem Missbrauch?
Es gibt viele Gründe: Es fehlen erwachsene Soldaten. Kinder sind gehorsamer und leichter zu
manipulieren. Oft sind sie sich des Wertes ihres eigenen Lebens und des Lebens anderer nicht
bewusst. Darüber hinaus bekommen sie wenig Sold und weniger zu essen und sind daher
billiger.
Aus Kindern wurden Soldaten gemacht
Nachdem Carvin (12) bei einem nächtlichen Überfall durch fremde Milizen seine Eltern
verloren hatte, verschleppten ihn die Truppen in ein Lager und mit ihm viele andere Burschen
und Mädchen. Einige Kinder starben auf dem tagelangen Fußmarsch in das Lager: Beim
Versuch zu fliehen wurden sie rücksichtslos erschossen. Im Lager begann der erbarmungslose
Drill, der aus Kindern Soldaten machte. Unter Drogen und Aufputschmitteln mussten sie
gegen ihr eigenes Volk kämpfen. „Sie haben uns gezwungen, zu töten, wir hatten keine Wahl“
sagt Carvin, „wer sich weigerte, wurde sofort umgebracht.“
Es gibt viele Carvins in Liberia. Sie müssen auf grausame Weise erfahren, dass selbst ihre
Eltern ihnen keinen Schutz geben können. Sie lernen, dass Gewalt ein „normales“ Mittel in
Konfliktsituationen ist. Massaker, Vergewaltigung und Plünderungen gehören zum Alltag.
Die meisten Kinder sind nach den oft jahrelangen Misshandlungen krank und leiden an
schweren Schuldgefühlen. Sie haben Alpträume, Ängste, Depressionen und chronische
Krankheiten wie Magen- oder Kopfschmerzen.
Carvin hat es geschafft, seinen Peinigern zu entkommen. In der Maschinerie des Todes hat er
mitgemacht. Aus Angst vor Verfolgung taucht er mit vielen anderen in den großen Städten
wie Monrovia unter. Hier versucht er zu überleben. Er schläft am Straßenrand, bettelt und
wühlt im Müll nach Essbarem.
Im Don Bosco Zentrum in Monrovia betreuen die Salesianer unter der Leitung von Pater
Brown derzeit mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche. Kaum einer konnte lesen oder
schreiben, als er aufgenommen wurde. Bei den Salesianern wird für sie gesorgt und Sie
erhalten die Chance, zur Schule zu gehen. Mit einer Ausbildung zum Elektriker oder Tischler
legen die Jugendlichen einen wichtigen Grundstein für ihre Zukunft – und für die Zukunft
ihres Landes.
Auch Carvin hat einen Platz in einem Don Bosco Heim gefunden.

Eine Spezielle Betreuung bei den Salesianern Don Boscos und Bildungsangebote
machen es möglich: Ehemalige Kindersoldaten und traumatisierte Kinder können
wieder lachen.
In den „Don Bosco Shelters“ in Monrovia finden Kinder Zuflucht und Betreuung.

Spenden-Kontonummer Rock4Peace: 107.409, BLZ 33065 / Betreff: Kindersoldaten

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Veranstalter: Zweckgemeinschaft der Weltverbesserer
FARGO, Katholische Jugend, Frauen- und Familienberatungsstelle Oberpullendorf, Don Bosco, HAK Oberpullendorf und NICKART...

Kontakte:
Barbara Buchinger, Hauptplatz 10, 7350 Oberpullendorf
Phone: +43(0)664 262 88 60 / Mail

Klaus "Nick" Wukovits, Waldgasse 25, 7344 Stoob
Phone: +43(0)2612 43536 / Mail

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